Anbieterpreis 2018: Sonderpreise für das Kinderheim Walldürn und die Realschule Osterburken

Der Anbieterpreis zeichnet jährlich gute Praxis in der Programmarbeit anhand der EFQM-Grundkonzepte aus. Für das Jahr 2018 gab es gleich zwei Sonderpreise – an das Kinderheim Walldürn zu „Fähigkeiten der Arbeit entwickeln“ für den erfolgreichen Pilotlehrgang für Programmleiter mit zwei Dutzend Mitarbeitern und die Realschule Osterburken zu „Zukunft nachhaltig gestalten“ für 25 Jahre Programmarbeit. Die Preisverleihung erfolgt beim Festakt der Berliner Konferenz am 1. Juni 2019.

OSTERBURKEN, 5. MÄRZ 2019 – Ein wichtiges Instrument zur Entwicklung einer offenen und lernenden Programmarbeit ist das Identifizieren und Kommunizieren guter Praxis; zu diesem Zweck wurde der im Jahr 2000 eingeführte Fotowettbewerb 2004 zu dem bis heute weltweit einmaligen Anbieterpreis weiterentwickelt. Über die direkte Bewerbung hinaus zeigen seit deren Anpassung an das EFQM-Modell seit 2010 der Managementlehrgang und seit 2014 auch der Vor-Ort-Besuch regelmäßig Beispiele vorbildlicher Arbeit vor Ort. Wie die  Ergebnisse nun schon zum zweiten Mal zeigen, ergab die 2017 eingeführte Ausrichtung der Auszeichnung an den EFQM-Grundkonzepten tatsächlich eine Erweiterung des Themenhorizonts und Beispiele in neuen Bereichen. 

Da nur tatsächlich bekannt gewordene Beispiele guter Praxis berücksichtigt werden können, zeigt das Ergebnis auch immer nur ein sehr eingeschränktes Bild. Für eine „Landschaftsaufnahme“ muss man die Ergebnisse der Auszeichnung über die Jahre betrachten; eine Gesamtschau versucht das EFQM-Arbeitsbuch zu zeichnen – u.a. auf Basis der über die Jahre vergebenen Preise.  

Sonderpreise 

In diesem Jahr vergab die Jury gleich zwei Sonderpreise (alphabetische Reihenfolge):

  • Das Erzbischöfliche Kinder- und Jugendheim Walldürn machte das Rennen im Bereich „Fähigkeiten der Arbeit entwickeln“ für den äußert erfolgreichen Pilotlehrgang für Programmleiter (Modul 1 des Programmlehrgangs) für zwei Dutzend Mitarbeiter.
  • Die Realschule Osterburken, bisher häufigster Preisträger, überzeugte bei „Zukunft nachhaltig gestalten“ durch 25 Jahre Programmarbeit. Außerdem beteiligte sie sich („Kreativität und Innovation fördern“) am deutsch-finnischen Führungsseminar.

Erstplatzierte in den Einzelbereichen*) 

  • Anbietern und Teilnehmern nützen (11). Mit drei Nennungen (Material für Werbung und Begleitung, ganzheitlich orientierte Gruppenstunden, Nutzung der Projekttage zur Programmeinführung ) war die GuGS im Quellental in Pinneberg am erfolgreichsten. 
  • Durch Mitarbeiter erfolgreich sein (6). Mit je zwei Nennungen stehen hier die GuGS im Quellental (Prozess für neue Mitarbeiter, Unterstützung des Kollegiums) und die Stadt Elmshorn (Ausbildung von Multiplikatoren, Mitarbeit im Vorstand des Trägervereins) gemeinsam an der Spitze.
  • Fähigkeiten der Programmarbeit entwickeln (11). Auch hier gab es mit je zwei Nennungen zwei Spitzenplätze: die Munich International School (Verständnis von EFQM, Beteiligung am regionalen Netzwerk) und die Stadt Elmshorn (neues Betreuungssystem für die Goldstufe, Beteiligung am regionalen Netzwerk).
  • Kreativität und Innovation fördern (8). Mit zwei Nennungen (Beteiligung am Testlauf der Online-Verwaltung und am deutsch-finnischen Führungstreffen) machte hier die Stadt Elmshorn allein das Rennen.
  • Mit Vision, Inspiration und Integrität führen (12). Hier erhielten die Frankfurt International School (herausragende Unterstützung durch die Schulleitung, mit Schulleitbild und -strategie verbundene Planung, DSGVO-Umsetzung) und die Munich International School (Verknüpfung von Motto und Leitbild der Schule mit dem Programmkonzept, ehrgeizige Strategie, DSGVO-Umsetzung) je drei Nennungen.
  • Nachhaltig gute Ergebnisse erzielen (1). Einzige Nennung war hier die GuGS im Quellental (Verzahnung der Programmarbeit mit der schulweiten Evaluationskultur).
  • Veränderungen mit Agilität bewältigen (2). Die Frankfurt International School  und die St. George’s School Munich waren hier die einzigen Kandidaten – mit dem gleichen Beispiel (systematische Teamerweiterung und Anpassung der Aufgabenverteilung an die steigende Nachfrage).
  • Zukunft nachhaltig gestalten (3). Da der Sonderpreis für 25 Jahre Programmarbeit an die Realschule Osterburken ging, waren hier die Ernst-Schering-Schule in Berlin (vorbildliche Verankerung des Programms im Schulalltag) und die St. George’s School Munich (Gesamtkonzept der Programmarbeit mit guter Anbindung an des Schulleitbild und klarer Vision) auszuzeichnen. 

Anerkennungen

Lobende Anerkennungen gingen dieses Mal an die Bavarian International School, den Birklehof, das Burghardt-Gymnasium in Buchen, die Europäische Schule München, das Gymnasium Siegburg Alleestraße, die Internationale Schule Bremen, den Pfadfinderbund Weltenbummler, die Schule Schloss Salem und die St. Georges School Cologne.**)

*) Gesamtzahl der Nennungen in Klammern. **) Eine Übersicht mit Angabe der Leistungen findet sich in der Dokumenteplattform.